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Presseveröffentlichungen

 
       
   

Kanalhäfen NRW - Gemeinsam stark

Elf Kanalhäfen gibt es allein in Nordrhein-Westfalen. Damit der umweltfreundliche Transport über die Wasserwege und die hafennahe Gewerbeansiedlung funktionieren, arbeiten die Häfen in Dortmund, Lünen, Lübecke, Münster, Dorsten, Gelsenkirchen, Hamm, Oberhausen, Mülheim, Essen und Minden zusammen. Diese Verbindung hat nicht nur Zukunft, sondern auch Geschichte: Seit über 57 Jahren kooperieren die Kanalhäfen zusammen, gegründet wurde die erste Arbeitsgemeinschaft von damals erst acht Häfen am 11.12.1947. Ging es zuerst um den Wiederaufbau der zerstörten Hafenanlagen und um die Regelung einheitlicher Tarife und Kanalrechte, so stehen nun immer häufiger auch logistische Konzepte im Vordergrund der Zusammenarbeit.

Gemeinsam statt gegeneinander

Kostendruck, Innovationstempo und Umweltschutz sind die Herausforderungen, vor denen Unternehmen heute stehen. Die elf öffentlichen Kanalhäfen in Nordrhein-Westfalen haben sich zusammengeschlossen, um Unternehmen als Logistikpartner zur Seite zu stehen. In der Praxis heißt dies, dass ein Hafen als Ansprechpartner für Unternehmen auch auf die anderen Häfen zugeht. Holger W. Sitter, Pressesprecher des Dortmunder Hafens: "Wenn wir eine Anfrage nach einem Gelände haben, die wir nicht zufriedenstellend lösen können, aber wissen, dass zum Beispiel in Lünen eine derartige Fläche bereitsteht, dann vermitteln wir diesen Kontakt bis zum Erfolg und versuchen auch logistische Konzepte bis in den Dortmunder Raum mitanzubieten, sodass das Unternehmen seinen Standortvorteil dort in Lünen komplett nutzen kann."

 

Denn die Wasserwege werden in der arbeitsteiligen Welt immer wichtiger. Mit seinen Stärken Wirtschaftlichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Umweltfreundlichkeit ist der Kanalwasserweg dabei in den meisten Fällen die bessere Alternative zum Straßennetz. Moderne Häfen haben zudem ihre ursprünglichen Transportaufgaben deutlich erweitert. Zusätzlich zu den Massen- und Flüssiggütern sind die Häfen heute Umschlagplätze für hochwertige Stückgüter -oft auch per Containerterminal. Gerade in Dortmund ist die Container Terminal Dortmund GmbH (CTD) ein Partner für alle Transportaufgaben.

NRW weit und schnell

Die Hälfte der Bevölkerung des immerhin einwohnerstärksten Flächenlandes ist von den elf Häfen in weniger als 60 Minuten zu erreichen. Das heißt, dass über neun Millionen Verbraucher unmittelbar an das Kanalnetz angeschlossen sind. In Zeiten verstopfter Straßen und immer kürzerer Lagerzeiten sind sichere und kostengünstige Transportwege auch ein wichtiger Punkt in der Leistungsbilanz eines Bundeslandes. Die Kooperation der elf Häfen sichert auch ausländischen Investoren eine funktionierende Kooperation über Stadtgrenzen hinweg. Hierzu gehören regelmäßige Schiffsverbindungen wie der Rhein-Westfalen-Shuttle (Duisburg - Gelsenkirchen - Dortmund) oder die Planungen für einen Versand von kleineren Umschlagsmengen in sogenannten Boxen per Binnenschiff - vorbei an jedem Stau. Wer sich für die Arbeit der Kanalhäfen interessiert, kann einen Blick auf die neueste Kooperation werfen: Der Internetauftritt www.kanalhaefen-nrw.de präsentiert die elf Häfen. "Entscheidend ist immer der Weg über das Wasser, dann bleibt auch für jeden Hafen genug zu tun", fasst Holger Sitter den Leitgedanken, der auch die Zusammenarbeit mit den Seehäfen gut beschreibt, in einfachen Worten zusammen.